Grenzen ueberwinden-Stevka Scheel

[Grenzen überwinden] … Warum ist der Weg immer so steinig?

Mit diesem Artikel möchte ich dir unbedingt eine Geschichte von mir erzählen, weil ich glaube, dass sie dich motivieren wird.

Wie du sicher weißt, gehe ich für mein Leben gern wandern. Das ist für mich pure Entspannung. Ich liebe die Ruhe und die wunderschönen Aussichten, die man auf dem Gipfel und den Almen genießen kann.

Mein Problem aber ist, dass ich Höhenangst habe!

Und wenn auch du gerne wanderst, dann weißt du, dass die Wege immer steiler, steiniger und unebener werden, je näher man dem Gipfel kommt. Das ist für mich der Horror, besonders wenn es rechts oder links noch steil bergab geht. Aber wenn ich auf den Gipfel will, dann muss ich diesen Weg gehen - das weiß ich auch.

Na ja, wegen dieser Höhenangst habe ich bei so mancher Wanderung kurz vor dem Gipfel schon mehrfach kehrt gemacht, weil ich mir eingeredet habe, dass ich das nicht kann. Und das, obwohl ich ganz genau weiß, dass mich der Gipfel für meine Anstrengung mit einer unvergesslich schönen Aussicht belohnen wird.

Am meisten frustriert mich dabei, dass meine Höhenangst (die ja nur eine Grenze in meinem Kopf ist) wieder mal gewonnen hat. Ich ärgere mich dann immer furchtbar über mich selbst und frage mich, warum ich nicht einfach Schritt für für Schritt weiter gegangen bin.

Kennst du dieses Gefühl?

Vielleicht gibt es bei dir eine ähnliche Situation.

Ich persönlich glaube ja, dass jeder irgendeine imaginäre Grenze im Kopf hat, von der er glaubt sie nicht überwinden zu können. Aber glauben heißt nicht wissen!

Und dafür werden dann immer neue, fadenscheinige Gründe gesucht (... und gefunden!!!), mit denen wir uns “schönreden” warum wir wieder nicht versucht haben, diese Grenze zu überwinden. Damit ist das schlechte Gewissen erst einmal wieder ruhig gestellt. Bis zum nächsten Mal. 😉

Bei mir war das mit meiner Höhenangst bis zum 5. August 2017 der Fall.

Wir waren für ein paar Tage zum Kurzurlaub in Kärnten am Millstädter See. An diesem Tag wollten wir (also Diana und ich) eigentlich nur von der Schwaigerhütte (1.625 m hoch) über die Millstädter Hütte (1.880 m hoch) zur Alexanderhütte (1.800 m hoch) wandern - keine lange Tour und unser Gastwirt bestätigte uns auch nochmal, dass die Wege breit und sehr gut befestigt sind (eine “langweilige Waldautobahn” also, wie Diana immer sagt 😉 ).

Nun gut! An der Millstädter Hütte angekommen, entdeckte Diana etwa 200 Höhenmeter weiter oben das Gipfelkreuz vom Kamplnock (2.031 ü. nN.) und sagte:

Stevka Scheel: Grenzen überwinden
Komm lass uns da noch hoch, da kann man über den ganzen See gucken. Das ist nicht so weit - da sind sogar welche oben, siehst du!?

Ich schaute nach oben und tatsächlich waren Wanderer am Gipfelkreuz und man konnte sogar einige beim Aufstieg sehen. “Na, das werd ich ja wohl schaffen”, dachte ich und wir gingen weiter.

Grenzen überwinden: Blick nach vorn

Nach 10 Minuten war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher.

Der Weg wurde steiniger, steiler und schmaler. “Scheiße…”, dachte ich, ging aber weiter.

Dann wurde es noch steiler, die Steine noch größer (schon kleine Felsen). Ich bekam einen Schweißausbruch und blieb stehen. Diana drehte sich um und bot mir alle mögliche Unterstützung an. Dann aber sagte ich zu ihr, sie solle alleine weitergehen, ich warte hier. Ich war hin- und her gerissen.

Scheiße, ... Scheiße, ... Scheiße!!!

Diana gab mir noch ihre Jacke (es war windig da oben), mein Handy und eine Flasche Wasser. Als ich den ganzen Kram in der Hand hatte, dachte ich:

Verdammt, das kann doch nicht sein!
Stevka Scheel: Grenzen überwinden ist manchmal steinig

Ich gab mir einen Ruck, gab Diana meine Wanderstöcke (die bei dem Gelände nur hinderlich sind) und ging weiter - Schritt für Schritt. Diana ging langsam vor und ich setzte meine Füße genau da hin, wo Diana her ging.

Ich konzentrierte mich immer nur auf den nächsten Schritt und dann hatten wir das steilste Stück ruck-zuck hinter uns und das Gipfelkreuz stand auf einer flachen Wiese direkt vor uns.

Es waren nur noch ein paar Meter, nur noch über einen kleinen Zaun mussten wir klettern und dann hatten wir den Gipfel erreicht.

Geil, geil, geil!!!! Bääähhhm!!! Geschafft!!! Ja, ja, ja!!!

Stevka Scheel: Grenzen überwinden am Gipfelkreuz Kamplnock

Es ist ein unglaubliches tolles Gefühl und ehrlich gesagt, war der Weg gar nicht so schlimm, wie ich mir das in meinem Kopf immer vorgestellt hatte. Ich bin richtig stolz, dass ich das geschafft habe - eine Grenze überwinden! Das ist einfach genial.

Wie viele Jahre hab ich mich damit rumgeschlagen, um festzustellen, dass die Vorstellung in meinem Kopf total übertrieben war und sie sich mit den Jahren wie ein unüberwindbares Hindernis aufgebauscht hatte??? 10 Jahre, 20 Jahre???

Dabei war es nur heiße Luft! Nichts als heiße Luft, dachte ich.

Grenzen überwinden: Meine 3 Erkenntnisse

Die Angst oder die Bedenken davor sind viel schlimmer, als es in Wirklichkeit ist!
Man muss die eigenen Grenzen selbst überwinden (also machen), um weiter zu kommen, um den nächsten Schritt machen zu können.
Es macht Spaß die eigenen Grenzen zu überwinden. Das stärkt das Selbstbewusstsein!

Grenzen überwinden: dein Wille zählt!

Wer aber immer wieder neue Gründe findet, der will meiner Meinung nach in Wirklichkeit gar nicht. Und dazu gibt es ein schönes Zitat, dessen Ursprung ich leider nicht herausfinden konnte:

Wer will findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

Am Ende ist es also dein Wille, ob du etwas schaffst oder nicht. Egal was es ist - du musst es unbedingt wollen.

Eine große Unterstützung den eigenen Willen zu stärken ist, eine Vision zu haben. Eine Vision gibt unheimlich viel Kraft genau das zu schaffen, was man sich wünscht.

Und ich wollte beim Wandern endlich meine Grenze im Kopf überwinden und herausfinden, ob ich mehr schaffen kann, als ich denke. Und ich wollte nicht wieder dieses blöde Gefühl haben, es wieder nicht versucht zu haben. Mal abgesehen davon, dass Diana und ich dann wohl eher getrennt wandern müssten.

Und ich kann es! Jeder schafft mehr, als er oder sie jetzt gerade denkt. Und soll ich dir was verraten: Auch deine Bedenken oder deine Angst wird völlig unbegründet sein. Mach es Schritt für Schritt! Auch ich bin Schritt für Schritt weiter gelaufen, teilweise sogar serpentinenartig auf dem kleinen Pfad nach oben zum Gipfel gegangen - Schritt für Schritt!

Ich wünsche dir jetzt viel Spaß beim Überwinden deiner Grenzen und ich freue mich, wenn ich dich mit meinem Erfolgserlebnis motivieren kann! Es wird sich für dich lohnen - da bin ich mir sicher!

Viele Grüße,

Stevka Scheel

P. S. - Was ist oder war deine Grenze im Kopf beim Thema online Geld verdienen? Wie willst du sie überwinden oder wie hast du sie schon überwunden? Ich freue mich auf motivierende Geschichten in den Kommentaren 🙂

Über den Autor Stevka Scheel

Stevka ist Gründerin von Online-Starter.com und verantwortlich für automatisierte Funnel-Prozesse, profitable PPC-Kampagnen und die Online-Strategien. Wenn sie sich nicht gerade darum kümmert, treibt Stevka Sport oder reist in der Welt herum.

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