5 universelle Regeln beim Email Marketing

5 einfache Regeln für 99,99999% deiner Emails

Häufig denkt man ja, dass es viele komplizierte Regeln und Kniffe braucht, die den Erfolg im Online-Marketing ausmachen. Ja klar, manchmal muss man ein bißchen um die Ecke denken und sich in neue Dinge einfuchsen. Aber die allermeisten Abläufe sind simple Prozesse und direkte Wege.

Genauso beim Email Marketing.

Und deshalb sind hier 5 einfache Regeln, die ich selbst bei meinem eigenen Email Marketing anwende und die mir einfach Sicherheit dabei geben, bevor ich auf "Senden" klicke.

#1 Email Marketing - Keep it simple!

Ich will, dass meine Mails geöffnet und gelesen werden.

Deshalb richte ich sie auch darauf aus und versuche den Leser nicht durch Design oder Formatierung abzulenken. Ein bißchen Marketing (z. B. ein kleines Logo oder ein kleines Portraitfoto am Ende) ist in Ordnung. Es ist zwar nicht bei allen Anbietern möglich das Logo einzubauen, das finde ich aber nicht weiter schlimm. Bei einigen Anbietern kannst du vorinstallierte Designvorlagen nutzen, wenn du viel Wert auf stylische Mails legst.

Ich persönlich halte das nicht für notwendig, weil ich die besten Erfahrungen gemacht habe, wenn ich meine Mails so verschicke, als würde ich einem Freund eine Email schreiben.

Stevka Scheel: Branding in Emails

Das ist ja genau das, was ich mit Email-Marketing erreichen will - eine echte Beziehung zu meinen Abonnenten aufbauen. Wenn ich da mit einem top gestylten Newsletter komme, dann ist das aus meiner Sicht kontraproduktiv.

Würdest du eine hyper-modern gestylte Email mit Logo, farbilch genau abgestimmte Email an einen Freund schicken?

Normalerweise nicht, oder?!

Wenn ich einem Freund schreibe, dann schreibe einen Text runter und klicke “senden”. Ein einfacher schwarzer Text auf weißem Hintergrund. Das ist es, was bei mir am besten funktioniert.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Besonders, wenn es sich z. B. um eine Promo-Mail handelt. Dann markiere ich einige Wörter oder auch schon mal eine Zeile "fett" oder "kursiv" oder mal "farbig".

Eine weitere Ausnahme findet man bei Newslettern im eCommerce-Bereich oder von Online-Stores. Hier erwarten die Leute sehr strukturierte Inhalte, damit sie sich im Shop zurecht finden.

In vielen Fällen aber, ist es das beste auf ein durchgestyltes Newsletter-Design zu verzichten bzw. es sehr reduziert einzusetzen.

#2 Email Marketing - 1 Email = 1 Call to Action

Wenn ich eine Email schreibe, frage ich mich zuerst immer:

Was ist mein Ziel, wenn ich die Mail versende? Was will ich erreichen?

Jede Email, die ich versende hat immer 1 einziges, ganz bestimmtes Ziel. Deshalb geht es in der Mail auch nur um 1 Thema. Und genau dazu platziere ich in der Email einen Call to Action (CTA), eine klare Handlungsaufforderung. Einen CTA, der den Leser auffordert eine ganz gezielte Handlung auszuführen.

Das ist wichtig, weil zu viele unterschiedliche CTAs in einer Email, die Menschen veranlasst weniger zu handeln. Das passiert schnell, wenn sie “die Qual der Wahl haben”. Wenn eine Email (oder auch eine Landingpage) mehrere verschiedene Angebote promotet, dann fällt es den Menschen schwer eine Entscheidung zu treffen.

Frau hat keine Lust auf Shopping ...???

Ich vergleiche das immer damit, wenn ich meinen Wocheneinkauf mache.

Gehe ich in ein großes Warenhaus (z. B. Kaufland), dann bin ich schnell gestresst, weil das Angebot so unglaublich groß ist. Ich habe dann einfach keine Lust mehr zum Einkaufen (ja gibt´s wirklich ... Frauen, die keine Lust auf Einkaufen haben ;-). Außerdem stehen die Sachen fast jede Woche woanders (... und bei den Pfadfindern war ich nie!).

Das Kuriose aber ist, dass ich in so einem Warenhaus selten etwas zusätzlich kaufe - obwohl das Angebot so groß ist und ich dort alles bekommen kann.

Ein weiterer Nachteil, wenn ich versuche mit einer Email mehrere Themen zu behandeln ist, dass ich nicht fokussiert bin. Ich kann dann meine Botschaft nicht messerscharf formulieren, wenn ich die “Eierlegende Wollmilchsau” verkaufen will. Deshalb ...

1 Email = 1 Thema = 1 Call to Action

#3 Email Marketing - CTAs in eigener Textzeile

Das hier scheint auf den ersten Blick eine unbedeutende Regel zu sein, aber sie hat eine gewaltige Wirkung. Wann immer ich einen CTA-Link in eine Email einbaue, platziere ich ihn in einer separaten Textzeile.

Warum ist das so wichtig?​

Es ist wichtig, weil immer mehr Abonnenten ihre Mails auf einem mobilen Endgerät öffnen, und die meisten leiden am “Dicke-Finger-Syndrom”. Mit anderen Worten, es ist nicht immer einfach mit dem Finger den Link zu treffen, wenn er in einen Fließtext eingebunden ist.

Wenn ich den Link hingegen in einer separaten Textzeile platziere, muss ich mir darüber keine Gedanken mehr machen. Als kleiner Nebeneffekt fällt mein Link viel mehr auf. Wie du hier auf dem Screenshot meiner mobilen Gmail-Ansicht vom Newsletter zu meinem Blogartikel "3 Tools, die jeder Affiliate Marketer braucht" sehen kannst.

Stevka Scheel: Formatierung Email-Marketing

#4 Email Marketing - Vorschau kontrollieren

Bitte, bitte kontrolliere deine Email, bevor du den Senden-Button klickst!

Egal ob Follow Up-Mails oder Newsletter, ich sende mir selbst immer eine Vorschau-Email (in Klick-Tipp kannst du das machen, nachdem du deine Mail gespeichert hast) bevor ich sie wirklich los schicke.

Email Marketing von Stevka Scheel

Ja, ich lese mir meine Mails sogar laut vor und klicke auf jeden einzelnen Link, den ich eingebaut habe. Dadurch stelle ich sicher, dass die Links genau dahin führen, wo sie hinführen sollen. Ich weiß, dass du die Mail schnell losschicken willst. Aber nichts ist schlimmer, als eine Mail zu versenden, in der die Links nicht funktionieren - insbesondere dann, wenn es eine Promotion-Mail ist.

Außerdem kann ich in der Vorschau-Mail noch kleine Rechtschreib- oder Grammatikfehler ausbügeln, bevor mich die “Rechtschreib-Polizei” nachher mit erhobenem Zeigefinger darauf hinweist. 😉

Ich habe es mir einfach zur Gewohnheit gemacht, meine Mails in einer Vorschau-Email zu überprüfen. Das bewahrt mich vor Unannehmlichkeiten, die ich nach dem Senden nicht wieder korrigieren kann.

Außerdem kontrolliere ich, wie meine Mails in der mobilen Ansicht z. B. auf meinem Smartphone und Tablet, wirken. So kann ich sofort sehen, ob meine Mail auch auf dem Handy gut zu lesen ist.

#5 Email Marketing - Mein eigener Abonnent

Zum Schluss habe ich mich in meinen eigenen Newsletter eingetragen. Dadurch bekomme ich ein Gefühl dafür, welche Erfahrung meine Abonnenten mit meinem Newsletter machen, nachdem sie sich eingetragen haben.

Werde also dein erster Abonnent.

So kannst du auch einschätzen, ob die Frequenz deiner Mails in deinem Autoresponder oder deinem Marketing-Cockpit in Klick-Tipp passt, bevor du die Kampagnen aktivierst und ein Kuddelmuddel entsteht.

So, das ist wieder ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und ich hoffe, dass dir diese wirklich simplen Tipps bei deinem Email-Marketing weiterhelfen.

Und wie siehst du das?

Das einfache liegt ja oft so nah, aber manchmal sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr 😉 ... oder wie siehst du das? Schreib einen Kommentar - freue mich auf die Diskussion! 🙂

Über den Autor Stevka Scheel

Stevka ist Gründerin von Online-Starter.com und verantwortlich für automatisierte Funnel-Prozesse, profitable PPC-Kampagnen und die Online-Strategien. Wenn sie sich nicht gerade darum kümmert, treibt Stevka Sport oder reist in der Welt herum.

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