5 einfache Regeln Affiliate Marketing schnell zu meistern

Kaufst du gerne Mogelpackungen?

Nein?

Ich auch nicht. Mogelpackungen finde ich scheiße. Deshalb werde ich heute auch die Wahrheit sagen. Und die Wahrheit ist wie bittere Medizin: unangenehm, aber notwendig.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur Geld mit Affiliate Marketing verdienen wollen - egal mit welchen Produkten - und ohne nachzudenken und eigene Ideen zu entwickeln nur nachplappern, was der Produkthersteller einem erzählt, dann ist dieser Beitrag nichts für dich.

Klick weg. Wirklich ... klick weg!

Du liest diesen Satz? Prima, dann bist du noch da und ich habe jetzt wohl deine Aufmerksamkeit.

Heute verrate ich dir, warum du kaum Geld mit Affiliate Marketing verdienst. Ich verrate dir auch, warum du so hohe Storno-Quoten bei fremden Produkten hast, die du empfiehlst und warum deine Newsletter-Abonnenten deine Mails nicht mehr öffnen.

Der Grund ist nicht die Qualität des Produktes. Es ist nicht das Design deiner Landingpage oder Verkaufsseite, nicht die Technik und auch nicht dein Kunde oder dein Newsletter-Abonnent.

Der Grund bist du.

Du. Und deine Einstellung zum Affiliate Marketing.

Hast du die Einstellung auf Teufel komm raus schnell einen Haufen Geld zu verdienen, dann wird es dir wahrscheinlich völlig egal sein, was du deinen Leuten empfiehlst - Hauptsache du verdienst Kohle. (... “Kohle verdienen” zu sagen ist schon kontraproduktiv, weil Kohle ja schon verbrannt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du Geld verbrennen willst, oder?)

Mit so einer Einstellung ist die Gefahr natürlich groß, dass du deinen Lesern Mogelpackungen empfiehlst - obwohl die Produkte eigentlich sehr gut sind.

Denn mit großer Wahrscheinlichkeit passen die Produkte NICHT zu deinen Lesern, wenn du sie nur nach der Höhe der Provision oder des durchschnittlichen Verdienstes pro Kunde auswählst.

Die Produkte bringen deine Leser nicht weiter, lösen nicht ihre dringendsten Probleme und deshalb empfinden sie es als Mogelpackung.

Würdest du die Emails noch öffnen, wenn du weißt, dass die Infos des Absenders dich nicht weiterbringen?

Affiliate Marketing = Win-Win-Situation

Klar, jeder der sich mit Affiliate Marketing beschäftigt, will Geld verdienen. Das ist auch völlig in Ordnung.

Aber, wie in meinem Artikel hier schon beschrieben ist Affiliate Marketing ein sehr vertrauensvolles und verantwortungsvolles Geschäft. Es beruht auf Gegenseitigkeit: du gibst zuerst etwas wertvolles und nützliches, bevor du etwas zurück bekommst (wenn dein Gegenüber dir vertraut).

Wenn du es schaffst, dieses Vertrauen aufzubauen, dann hast du mit Affiliate Marketing ein sehr mächtiges Instrument. Und dafür ist es vielleicht auch mal sinnvoll auf die eine oder andere lukrative Provision zu verzichten, wenn das Produkt deinen Lesern eben NICHT weiterhilft.

Es geht also beim Affiliate Marketing darum den Menschen zu helfen - mit dem angenehmen Nebeneffekt (wenn du es gut machst), dass du Geld verdienst. Beim Affiliate Marketing sind alle Beteiligten Gewinner:

  • Du als Affiliate bist glücklich, weil du eine Provision verdient hast.
  • Der Produktverkäufer freut sich, weil er einen Kunden gewonnen hat, den er normalerweise nicht erreicht hätte.
  • Der Kunde ist glücklich, weil er über dich ein Produkt kennen gelernt hat, das ein dringendes Problem löst oder etwas liefert, was er sich wünscht.

5 einfache Regeln im Affiliate Marketing

Für mich haben sich in den vergangenen Jahren 5 einfache Erfolgsregeln als Affiliate etabliert, die dir jetzt an die Hand geben möchte.

Die erste Regel ist für mich eine der Wichtigsten, weil sie die Grundlage dafür ist überhaupt Geld mit Affiliate Marketing verdienen zu können.

#1 - Finde zuerst deine Zielgruppe, dann Produkte für sie ...

... und nicht umgekehrt.

Es ist viel einfacher (vor allem sinnvoller), wenn du zuerst Menschen findest, die sich für das gleiche Thema interessieren (idealerweise ein Thema, das dir Spaß macht) und die gleichen Probleme haben. Was ich damit meine ist: finde zuerst einen guten Markt und finde heraus, wie die Menschen in diesem Markt ticken. Welche Probleme haben sie? Was wollen und brauchen sie?

Wenn du das weißt, dann kannst du ihnen passgenaue Produkte empfehlen, die genau diese Probleme lösen (sie werden es dir danken). Im Idealfall macht dir das Thema selbst richtig Spaß und du brennst dafür.

3 Kriterien für eine profitablen Nische


1. Es besteht ein dringender Schmerz

Schmerzen (d. h. etwas Negatives) in der Zukunft zu vermeiden, veranlasst die Menschen zu handeln und zwar viel stärker, als etwas Positives (z. B. Freude) bekommen zu können. 

​​​​2. Die Betroffenen suchen proaktiv nach einer Lösung

Die Menschen suchen aus eigenem Antrieb heraus nach einer Lösung, die den drohenden oder schon vorhandenen Schmerz verhindert.

3. Einer von tausend (1 von 1.000)

Wenn sich unter 1.000 ganz normalen Menschen 1 befindet, auf die Punkt 1 und 2 zutreffen, dann kannst du von einer profitablen Nische ausgehen.

#2 - Sei selbst von deinen Empfehlungen überzeugt

Wenn möglich, teste die Produkte, die du empfehlen möchtest, bevor du sie an dein Publikum promotest. Im besten Fall empfiehlst du Produkte, die du selbst regelmäßig anwendest, denen du vertraust und von denen du absolut überzeugt bist.

Wenn das der Fall ist, stehst du ganz anders hinter den Produkten und kannst sie mit voller Überzeugung glaubhaft deinem Publikum empfehlen. Wenn du hinter den Produkten stehst, kannst du sie viel besser promoten.

#3 - Betrachte das Produkt, das du bewirbst wie dein eigenes

“Pack” das Produkt im wahrsten Sinne des Wortes aus und zeige deinem Publikum was es enthält (hierfür kannst du Bilder oder kleine Screencast-Videos verwenden).

Die Leute möchten wissen, was sie kaufen, bevor sie es kaufen. Niemand will die “Katze im Sack” kaufen. Biete auch an, Fragen zu beantworten und sei da, wenn deine Leser Hilfe brauchen.

Wenn du von deinen Empfehlungen überzeugt bist und du weißt, dass sie deinen Lesern genauso helfen wie dir, dann ist es aus meiner Sicht sogar deine Pflicht das Produkt zu empfehlen. Ein einfacher Link auf deiner Website reicht da natürlich nicht aus. Dein eigenes Produkt würdest du ja auch nicht nur mit einem Link auf deiner Website bewerben, oder?

#4 - Erstelle eine Ressorcen-Seite

Meine Ressourcen-Seite ist eine der meistbesuchten Seiten auf meinem Blog. Und alle Einnahmen durch Verkäufe über diese Seite (alles Affiliate-Produkte) sind komplett passiv.

Die Ressourcen-Seite ist ein Gewinn für alle, weil sie für dein Publikum extrem hilfreich ist. Hier fasst du die besten und nützlichsten Tools, Services, Bücher, usw. zusammen, die du nutzt. Du stiftest damit einen enormen Nutzen und generierst gleichzeitig ein Einkommen, was ja der Sinn von Affiliate Marketing ist.

Stelle sicher, dass alle Produkte up to date sind. Informiere oben auf der Seite, warum du das machst und dass du eine Provision bekommst, wenn die Produkte gekauft werden. Die Leute werden mehr Vertrauen zu dir und dem haben, was du mit ihnen teilst. Zum Schluss solltest du die Link-Klicks auf der Ressourcen-Seite tracken, so dass du Links und Bilder entfernen kannst, die bei deinem Publikum nicht “ankommen” und deshalb nur Platz verschwenden.

#5 - Empfehle unbedingt auch kostenfreie Produkte

Wenn du selber kostenfreie Tools für dein Affiliate Marketing nutzt, dann werden deine Leser es dir danken, wenn du sie ihnen zeigst. Es gibt zahlreiche kostenfreie bzw. günstige Produkte, die wirklich hilfreich sind.

Im Affiliate Marketing z. B. sind die beiden Tools Pretty Link Lite und Screencast-O-Matic sehr hilfreiche fast kostenlose Werkzeuge, die du benutzen kannst, um Produkte, die du empfehlen möchtest, vorzustellen.

Tool - Pretty Link Lite

Dieses kostenlose WordPress-Plugin erlaubt dir diese langen, von Cookies gespickten Affiliate-Links in hübsche “Pretty Links” zu verwandeln, die man sich merken kann und die deshalb leichter geteilt wird. Außerdem hilft dir “Pretty Link” die Link-Klicks für jeden einzelnen Link zu tracken. Hinzu kommt, dass du mit Pretty Link deine Affiliate-Links aktualisieren kannst, ohne den “Pretty Link” ändern zu müssen und ihn dann auf jeder Seite anpassen zu müssen.

Tool - Screencast-O-Matic

Mit diesem Programm kannst du kleine Videos von deinen Bildschirm aufnehmen. Das ist ideal, um die Produkte oder Tools zu zeigen, die du empfehlen möchtest. Es ist die perfekte Möglichkeit die Produkte “auszupacken” und zu zeigen, was deine Leser bekommen, wenn sie das Produkt kaufen. Es gibt eine kostenfreie Version, mit der du Videos bis 15 Minuten Länge aufnehmen kannst. Für 15$ pro Jahr kannst unbegrenzt lange Videos aufnehmen - das ist ein sehr fairer Preis, wie ich finde.

Die eigene Einstellung zählt!

Wie überall im Leben, so ist es auch beim Affiliate Marketing entscheidend die richtige Einstellung zu dem was man macht, zu haben. Empfehlungsmarketing beruht auf Gegenseitigkeit - erst säen, dann ernten!

Ich bin überzeugt davon, wenn man sich auf die Fahnen schreibt, den Menschen wirklich helfen zu wollen, dann kann das Affiliate Marketing für jeden zum Erfolg werden - es muss authentisch und ehrlich sein.

Vor Kurzem habe ich einen Vortrag von Russell Brunson zum Thema Webinare gehört, in dem er gesagt hat: 

Only Dream Of Changing Their Lifes!
(Träume nur davon, ihr Leben zu verändern!)

Eine geniale Aussage, die dir bei der Auswahl der Produkte, die du deinen Lesern empfehlen kannst, extrem hilft. Wenn du diesen Satz beherzigst, wirst du die richtigen Produkte für deine Leser finden!

Aber, was denkst du? Ist die eigene Einstellung wirklich so entscheidend? Setzt du bereits einige der Tipps um - welche Erfahrungen hast du gemacht? Schreibe es jetzt in die Kommentare!

Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion! 🙂

Viele Grüße
Stevka

Über den Autor Stevka Scheel

Stevka ist Gründerin von Online-Starter.com und verantwortlich für automatisierte Funnel-Prozesse, profitable PPC-Kampagnen und die Online-Strategien. Wenn sie sich nicht gerade darum kümmert, treibt Stevka Sport oder reist in der Welt herum.

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